L3_21 Küstenmammutbaum

Informationen zur Gattung und  Art

Sequoia: Innerhalb der Familie der Zypressengewächse (bot. Cupressaceae) zählt

die Gattung Sequoia zur Unterfamilie der Mammutbäume (bot. Sequoioideae).

Sequoia sempervirens ist eine Art dieser Gattung. Der Baum hat wahrscheinlich seinen Ursprung im Namen des Cherokee-Indianers Sequoyah, dem Erfinder der Cherokee-Silbenschrift.

Die Namensgebung erfolgte, als der Botaniker Stephan Ladislaus Endlicher den Riesenmammutbaum (Sequoia sempervirens) nach ihm benannte. In Europa begann die Verbreitung des Baumes nach 1840.

Sempervirens (lat.) heißt: „immergrün“. Der immergrüne Nadelbaum ist schlank, säulen-kegelförmig und gehört zu den höchsten Lebewesen der Erde. An der westlichen Pazifikküste in Kalifornien wachsen die Bäume bis in 3.000 Meter Gebirgshöhe und stehen meist in Gruppen zusammen und stützen sich so gegenseitig. Der höchste Baum der Erde wird „Hyperion“ genannt ist mit 115 Metern Höhe der Staatsbaum des US-Staats Kalifornien. Sie können über 2.000 Jahre alt werden.

Durch den Küstenkaltstrom entlang der Küste entstehen dort feuchte Nebel und Wolken, die in den Kronen der Bäume „gemolken“ werden. So wird die Wasserversorgung der großen Bäume gesichert und so kommt es zu einer Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen, auch bekannt als „Pilzwurzel“, (gen. Mykorrhiza), bei der sich Pilzgeflechte mit den Feinwurzeln von Pflanzen verbinden. Diese Lebensgemeinschaft bietet beiden Partnern Vorteile, da der Pilz der Pflanze Wasser und Nährstoffe liefert, während die Pflanze dem Pilz Kohlenhydrate gibt, die er nicht selbst produzieren kann.

Daraus entstehen in den Kronen hängende Gärten als eigenständige Biotope, bestehend aus Farnen, Moosen, Flechten in Matten bis in 100 Meter Höhe.

Die Blüten sind einhäusig, das heißt, weibliche und männliche Zapfen befinden sich auf demselben Baum. Aus der weiblichen Blüte entwickeln sich die Zapfen, die etwa 50-60 Samen enthalten, die durch den Wind verbreitet werden. Die männliche Blüte besteht aus kleinen, gelben Kügelchen. Die weiblichen Blüten sind zunächst grünlich, später braun. Die Samenproduktion beginnt, wenn die Bäume 10 bis 15 Jahre alt sind. Die Zapfen erscheinen im Winter.

Eigenschaften: nicht ganz frosthart, stadtfest, nicht trockenverträglich, langlebig, blitzeinschlaggefährdet, großes Gestaltungselement in Parks und Gärten.

Naturschutz: Durch Holzraubbau der Holzindustrie wurde der Bestand bis 1980 dezimiert. US-Präsident Jimmy Carter setzte ein Gesetz zur Erweiterung der Nationalparks durch. Gerettet wurden so weniger als 5 % des Gesamtvorkommens der ehemaligen Wälder.

  • Redoutenpark Bad Godesberg
  • Baumlehrpfad 3
  • Baum 21
  • Baumhöhe: 24
  • Krone: 8
  • Deutscher Name: Küstenmammutbaum
  • Botanischer Name: Sequoia sempervirens
  • Herkunft: Nordamerika, Europa