L3_27 Sichel-Tanne

Gattung

Der Name Cryptomeria kommt von Griechisch krypta = verbergen und meris = Teil

und bedeutet, dass die Samen durch die Zapfenschuppen verborgen sind.

Es handelt sich um ein immergrünes Nadelgehölz mit schmal kegelförmiger Krone, später breiter gewölbt. Die Nadeln sind spiralförmig und kurz zugespitzt um die grünen Zweige angeordnet; sie sind sichelförmig nach innen gekrümmt – daraus leitet sich der Name Sichel-Tanne ab.

Historie: 1692 von dem deutschen Arzt und Forschungsreisenden Engelbert Kaempfer in Japan entdeckt. Der Samen kam 1842 nach England und 1879 auf das Festland in Europa. In Japan und Südchina kommt der SichelTanne als Forstbaum eine hohe Bedeutung zu. Die ältesten Bestände gibt es auf der Insel „Yakushima“ in 1.000 bis 1.500 Metern Gebirgshöhe.

In einem wintermilden Klima mit hohen Niederschlägen und sehr hoher Luftfeuchtigkeit sind beste Bedingungen für die Sichel-Tanne gegeben. Sie erweist sich dann als wuchsfreudig.

Informationen zur Art

Die Artbezeichnung japonica weist auf Japan als eine Heimat des Baumes hin.

Bei uns ist die Sichel-Tanne ein mittelgroßer Nadelbaum mit kegelförmig, pyramidaler Krone, mit einer Kronenhöhe von 10 – 25 Metern und 5 – 9 Metern Kronenbreite.

Rinde und Borke: weiche, dicke faserische Borke löst sich in dünnen Streifen, ist rötlich-braun.

Nadeln: spiralförmig in Reihen sichelförmig gebogen, 6 – 12 mm lang, dunkelgrün mit stechender Spitze. Ihre Lebensdauer beträgt 4-5 Jahre; sie fallen dann mit den Zweigen ab.

Blüten: Männliche und weibliche Blüten befinden sich getrennt an den Zweigen. Die männlichen Blüten (Kätzchen) stehen in Gruppen an den Zweigenden. Rundlich, blassgrün, später blassgelb. Die weiblichen Blüten sind zunächst winzige Rosetten, die sich nach dem erfolgten Bestäuben durch den Wind zu aufrechtstehenden Zapfen drehen.

Eigenschaften: Die Sichel-Tanne ist ein wichtiger Nutzholzlieferant. Sie zählt aber auch zu den heiligen Bäumen und gilt als wichtigster Tempelbaum Japans. Bei uns wird sie als immergrüner Parkbaum geschätzt. Sie liebt hohe Luftfeuchte, ist frosthart, hat aber als Flachwurzler Verankerungsprobleme im Wurzelfundament. Bei weiteren Züchtungen entstanden Zwergformen als Zierde, z.B. die Hahnenkamm-Sicheltanne ‚Cristata‘.

  • Redoutenpark Bad Godesberg
  • Baumlehrpfad 3
  • Baum 27
  • Baumhöhe: 17
  • Krone: 5
  • Deutscher Name: Sichel-Tanne
  • Botanischer Name: Cryptomeria japonica
  • Herkunft: Ostasien; urspr. Heimat China, Japan