L3_07 Scharlach-Eiche

Gattung

Quercus ist der alte römische Name für Eiche.

Laubabwerfender (es gibt aber auch immergrüne Arten), großer, mächtiger, langlebiger Straßen-, Garten- Park- und Waldbaum mit stark landschaftsprägender Wirkung und ökologischer Gesamtbedeutung.

Eichen können 1.000 Jahre alt werden; in Deutschland gibt es mehrere mehrhundertjährige Exemplare. Es ist eine umfangreiche Gattung mit ca. 600 Arten, verbreitet in Europa, Nordafrika, Asien, Nord- und Südamerika.

In der Geschichte und in der Literatur ist die Eiche als Gerichts- und Liedguteiche fest verankert; Kelten, Goten, Germanen, Römer verehrten sie als den Göttern geweihter Baum. Germanen weihten sie dem Gewittergott Donar. Die Eiche galt als das Sinnbild der Kraft und Stärke, als Baum des Mannes. Der Eichenlaubkranz galt als Sinnbild der Kraft und Stärke, als Zeichen des Sieges.

Die Eiche wurde und wird als Heilpflanze mit den Gerb- und Bitterstoffen geschätzt. Man weist ihr u.a. entzündungshemmende, blutstillende, keimtötende Wirkung zu.

Die Amerikanische Rot-Eiche (Quercus rubra) ist eine von drei in Europa eingeführten Arten, wie Sumpf-Eiche (Quercus palustris) und Scharlach-Eiche (Quercus coccinea). Alle drei bilden in unseren Parks, Straßen und Gärten große Gestaltungselemente.

Informationen zur Art

Quercus rubra (Amerikanische Rot-Eiche)

Der Artname rubra bedeutet rot. Quercus rubra ist ein laubabwerfender, starkwüchsiger großer Baum mit rundlicher bis 40 Meter hoher und 25 Meter breiter Krone, weitausladend und mit starkem Kronengerüst.

Rinde: glatt rötlich, olivbraun, glänzend

Blätter: verkehrt eiförmig bis 25 cm lang und 15 cm breit, spitzgezahnte Lappen, dunkelgrün glänzend, prächtige Herbstfärbung orange bis scharlachrot, am Baum überwinternd.

Früchte: Eicheln bis 2,5 cm lang in kurzstieligen Bechern

Eigenschaften: industriefest, stadtklimafest, frosthart, schädlingsresistent, besonders trockenverträglich

Anmerkung: Mit den Robinien, dem Rispigen Blasenbaum bzw. den Blumeneschen und den Amerikanischen Eichen, die sich derzeit als trockenresistent erwiesen haben, zählen sie zu den  Zukunftsbäumen in unserer Region.

Informationen zur Art

Tilia x intermedia, auch Bastard-Linde genannt, ist eine Kreuzung aus Tilia cordata x Tilia platyphyllos

Wuchs: großer Straßen- und Parkbaum bis 40 Meter hoch und 30 Meter Kronenbreite, kegelförmig, hochgewölbt.

Rinde: glatt, rotbraun bis oliv-grün, später längsrissig

Blätter: herzförmig, bis 10 cm lang, dunkelgrün, gelbe Herbstfärbung.

Blüten: gelb, 3 – 7-blütig an bis 7 cm langen Stielen, in hängenden Trugdolden, duftend.

Früchte: kugelig, filzig hartschalig an bis 7 cm langen Stielen und 2 Flugblättern (Flugpropeller).

Eigenschaften: frosthart, windfest, stadtklimafest, bedingt trockenresistent.

Holznutzung: Weichholz, ideal für Möbel, Modelle, Schnitzen und Drechseln.

Heilmittel: Aus Blüten, Blättern, Rinden und Bast können ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe gewonnen werden. Ihnen wird fiebersenkende, krampflösende Wirkung bei Erkältungen, Linderung bei Hauterkrankungen, Schleimhautreizungen, Rheuma, Magen-, Leber-, Galle-, Milzbeschwerden und bei der Wundheilung zugeschrieben. Als allgemeines Hausmittel ist der Lindenblütentee verbreitet.

  • Redoutenpark Bad Godesberg

    Baumlehrpfad 3

    Baum 6

    Baumhöhe: 20

    Krone: 16

    Deutscher Name: Amerikanische Scharlach-Eiche

    Botanischer Name: Quercus rubra

    Herkunft: Östliches Nordamerika